Säugetiere der Karibik

Säugetiere der Karibik

Die Karibik ist für eine vielfältige Säugetierfauna bekannt. Viele Inseln und Anrainer sind die Heimat mehrerer Familien wie den Faultieren, Affen, Mungos, Opossums und Mangos. Auch viele Fledermaus- und Flughundarten leben hier. Bis auf die kleineren Ozelots gibt es keine Raubkatzen in dieser Region.

Portrait of a sloth bear, hanging out in our garden in Costa Rica!

FAULTIERE

Faultiere sind die Ikonen sowie das offizielle Nationalsymbol von Costa Rica. Es gibt zwei Arten von Faultieren, die in der Karibik vorkommen: das Zweifingerfaultier (Choloepus didactylus) und das Dreifingerfaultier (Bradypus variegatus).Das Zweifingerfaultier ist in weiten Teilen der Karibik verbreitet und kommt in verschiedenen Lebensräumen vor, darunter Regenwälder, Trockenwälder und Mangrovensümpfe. Es ernährt sich hauptsächlich von Blättern, aber auch von Früchten, Blüten und gelegentlich Insekten. Die Tiere sind bekannt für ihre langsamen Bewegungen, ihr niedriges Energieniveau und ihre einzigartigen Anpassungen an das Leben in den Bäumen.

Zweifingerfaultiere sind größer und haben längeres Fell, während Dreifingerfaultiere kleiner sind und kürzeres Fell haben. Beide Arten von Faultieren haben lange, gebogene Krallen, mit denen sie sich an Äste klammern, und sie haben einen langsamen Stoffwechsel, der es ihnen ermöglicht, Energie zu sparen.

Das Dreifingerfaultier ist auf ein kleineres Gebiet beschränkt und lebt hauptsächlich in den feuchten Wäldern Mittelamerikas und Nord-Südamerikas. Es ist ebenfalls ein Blattfresser und verbringt den Großteil seiner Zeit in Bäumen, wo es sich langsam und vorsichtig von Ast zu Ast bewegt.

Beide Arten sind bedroht und stehen unter Schutz. Die Hauptbedrohungen für diese Tiere sind die Zerstörung ihres Lebensraums durch Abholzung und die Bejagung wegen ihres Fleisches oder für den illegalen Haustierhandel. 

Grüne Meerkatze, Barbados

AFFEN

In der Karibik gibt es verschiedene Affenarten, obwohl nicht alle von ihnen ursprünglich dort beheimatet sind. Einige Affenarten wurden auf verschiedenen Inseln eingeführt oder sind als Haustiere gehalten worden. Hier sind einige Primaten, die in der Karibik vorkommen könnten:

Grüne Meerkatze (Chlorocebus sabaeus): Diese Affenart ist in einigen Teilen der Karibik heimisch und kann auch auf einigen Inseln als eingeführte Art vorkommen. Auf Barbados leben viele dieser Primaten und gelten bei Locals als Plage.

Kapuzineräffchen (Cebus): Kapuzineräffchen sind in einigen Regionen der Karibik zu finden und können auf einigen Inseln beheimatet sein.

Totenkopfaffe (Saimiri): Diese Affenart ist auf einigen karibischen Inseln beheimatet, kann aber auch in einigen Fällen als Haustier gehalten worden sein.

Portrait of an adorable Ocelot at daylight with a blurry background

RAUBKATZEN 

Es gibt keine natürlichen Raubkatzen in der Karibik, da die Inseln der Karibik in der Regel zu klein und zu isoliert sind, um größere Säugetiere, einschließlich Raubkatzen, zu unterstützen. Das Fehlen der Jäger hat dazu geführt, dass die Karibik eine einzigartige Fauna hat, die von Nagetieren, Vögeln, Reptilien und einigen anderen Säugetieren dominiert wird.

Es gab jedoch in der Geschichte der Karibik einige Versuche, Raubkatzen einzuführen, insbesondere Leoparden und Pumas. Diese Versuche waren jedoch nicht erfolgreich und wurden in der Regel schnell gestoppt, da die Raubkatzen die lokale Fauna stark beeinträchtigen und auslöschen könnten.

OZELOT

Es gibt jedoch eine kleine Raubkatze, die in der Karibik vorkommt, nämlich die Ozelotkatze (Leopardus pardalis), die in den Wäldern von Südamerika vorkommt und sich auch in einigen Teilen der Karibik ausbreitet. Diese Katzen sind jedoch selten und werden in der Regel nicht als „Raubkatzen der Karibik“ betrachtet.

Banded Mongoose - Etosha Safari Park in Namibia

MUNGOS 

Mungos sind eine Gruppe von Raubtieren, die zur Familie der Mangusten gehören. Es gibt etwa 35 Arten von Mungos, von denen einige in Afrika, Asien und Europa vorkommen. Der Mungo, der in der Karibik vorkommt, ist der „Indische Mungo“ (Herpestes auropunctatus), der von Menschen in die Region eingeführt wurde. Indische Mungos sind kleine Raubtiere, die ursprünglich in Indien beheimatet waren. Sie wurden in der Karibik und auf anderen Inseln eingeführt, um Ratten und Schlangenpopulationen zu kontrollieren. Allerdings haben sie sich in einigen Regionen stark ausgebreitet und können nun selbst zu einer Bedrohung für einheimische Tierarten und Ökosysteme werden. 

Indische Mungos haben ein braunes Fell, eine spitze Schnauze und eine schlanke Körperform. Sie sind ausgezeichnete Jäger und fressen eine Vielzahl von Beutetieren, einschließlich Nagetiere, Reptilien, Insekten und Vögeln. Da sie auch Aas fressen, sind sie in der Lage, in vielen verschiedenen Lebensräumen zu überleben, von Wäldern und Grasland bis hin zu städtischen Gebieten.

Common opossum, Didelphus marsupialis, Selva Verde Lodge, Costa Rica

OPOSSUMS

Das Opossum ist ein kleines bis mittelgroßes Beuteltier, das in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik beheimatet ist. Es gibt etwa 100 verschiedene Arten von Opossums, die sich in Größe, Aussehen und Verhaltensweisen unterscheiden können. Die meisten Arten haben ein dichtes Fell, das meist grau oder braun gefärbt ist, und einen langen, nackten Schwanz. Sie haben eine spitze Schnauze und große Augen, die nachtaktiv sind und ihnen bei der Suche nach Nahrung helfen. Opossums sind Allesfresser und ernähren sich von einer Vielzahl von Nahrungsmitteln, wie Früchten, Insekten, kleinen Säugetieren und Aas. Sie haben auch die Fähigkeit, bei Gefahr tot zu spielen, indem sie sich auf den Rücken legen und starr werden, um Raubtieren zu signalisieren, dass sie tot sind und keine Bedrohung darstellen. Die Tiere sind auch bekannt für ihre Fähigkeit, im Beutel der Mutter heranwachsend zu sein, bevor sie als Jungtiere geboren werden und sich dann nach der Geburt an die Zitzen klammern, um zu trinken und zu wachsen.

HUTIAS, AGUTIS & CO 

Hutias sind große Nagetiere, die in den Wäldern der Karibik vorkommen. Sie sind bekannt für ihr gemächliches Tempo und ihre Vorliebe für Obst und Gemüse. Es gibt etwa 26 verschiedene Arten von Hutias, die auf verschiedenen Inseln der Karibik und in einigen Gebieten in Zentral- und Südamerika vorkommen.

Einige Arten werden fast so groß wie eine Hauskatze und haben ein dichtes Fell, das in verschiedenen Farben von braun bis schwarz variieren kann. Sie haben eine lange, behaarte Schwanz und kurze Beine, die ihnen helfen, sich durch die Bäume und den Wald zu bewegen. Hutias sind pflanzenfressende Tiere und ernähren sich von einer Vielzahl von Pflanzen, darunter Früchte, Blätter, Nüsse und Rinde.

Hutias waren in der Vergangenheit von Bedeutung für die indigene Bevölkerung der Karibik, die sie als Nahrungsquelle nutzten. Heute sind viele Hutia-Arten jedoch bedroht oder vom Aussterben bedroht, aufgrund von menschlichen Aktivitäten wie Jagd, Habitatverlust und Einführung von Raubtieren und anderen Arten. Agutis sind kleine Nagetiere, die in den Wäldern von Zentral- und Südamerika sowie in der Karibik vorkommen. Sie haben ein dichtes Fell und ernähren sich von Früchten, Samen und Blättern

Closeup of a spooky common vampire bat

FLEDERMÄUSE

In der Karibik gibt es mehrere Arten von Fledermäusen, die sich an die verschiedenen Ökosysteme der Region angepasst haben. Einige Beispiele sind:

Jamaika-Fruchtvampir (Artibeus jamaicensis): Eine häufige Art in der Karibik, die sich von Früchten und Nektar ernährt. Diese Art kann in verschiedenen Lebensräumen vorkommen, einschließlich Wäldern und städtischen Gebieten.

Kleiner Jamaika-Nasenblatt (Monophyllus jamaicensis): Eine Art, die in Jamaika heimisch ist und hauptsächlich Insekten frisst. Diese Art bevorzugt Lebensräume in der Nähe von Wasser und kann in Höhlen und Gebäuden gefunden werden.

Karibisches Kurzschwanz-Fruchtvampir (Carollia perspicillata): Eine Art, die in Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik vorkommt und sich von Früchten und Nektar ernährt. Diese Art kann in Wäldern und anderen natürlichen Lebensräumen gefunden werden.

Große Braunohr-Fledermaus (Eptesicus fuscus): Eine Art, die in Nordamerika, Mittelamerika und der Karibik vorkommt und hauptsächlich Insekten frisst. Diese Art bevorzugt Lebensräume in der Nähe von Wasser und kann in Höhlen und Gebäuden gefunden werden. 

Es gibt noch viele weitere Arten von Fledermäusen in der Karibik, aber dies sind nur einige Beispiele. Fledermäuse sind wichtige Bestäuber und Insektenfresser in vielen Ökosystemen und spielen eine wichtige Rolle in der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Natur.

Close up of brown bat hanging upside down from a tree.

FLUGHUNDE

In der Karibik gibt es auch Flughunde, die zu den größten Fledermausarten gehören. Einige Beispiele für Flughunde, die in der Karibik vorkommen, sind:

Antillen-Flughund (Brachyphylla cavernarum): Diese Art kommt auf den Großen Antillen vor, einschließlich Kuba, Jamaika und Hispaniola. Sie ernähren sich von Früchten und sind hauptsächlich nachts aktiv.

Karibischer Flughund (Artibeus jamaicensis): Diese Art kommt in der Karibik vor und ist auch als Jamaika-Fruchtvampir bekannt. Sie sind nachtaktiv und ernähren sich von Früchten und Nektar.

Mexikanischer Langzungen-Flughund (Choeronycteris mexicana): Diese Art kommt von den südwestlichen USA bis nach Mexiko und in einige karibische Inseln vor. Sie haben lange Zungen, um Nektar von Blüten zu saugen, und sie fressen auch Früchte und Insekten.

Flughunde spielen eine wichtige Rolle in der Bestäubung von Pflanzen und der Verbreitung von Samen. Allerdings sind einige Arten bedroht durch menschliche Aktivitäten wie Habitatverlust, Jagd und Krankheiten. Der Schutz von Flughunden ist wichtig, um ihre wichtigen ökologischen Funktionen zu erhalten.

Grüne Meerkatze (Chlorocebus sabaeus): Diese Affenart ist in einigen Teilen der Karibik heimisch und kann auch auf einigen Inseln als eingeführte Art vorkommen.

Kapuzineräffchen (Cebus): Kapuzineräffchen sind in einigen Regionen der Karibik zu finden und können auf einigen Inseln beheimatet sein.

Totenkopfaffe (Saimiri): Diese Affenart ist auf einigen karibischen Inseln beheimatet, kann aber auch in einigen Fällen als Haustier gehalten worden sein.