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Bourbon Citys beste Bissen haben eine lange Tradition

Vom Katerfrühstück zum Kultgericht: Louisvilles Hot Brown wird 100 Jahre alt. Doch das legendäre Sandwich ist nicht die einzige Spezialität, die Reisende in der Stadt am Ohio-River unbedingt probieren sollten. 

LEGENDÄRER HOT BROWN AUS KENTUCKY

Gerösteter Truthahn, knuspriger Speck, frische Tomaten, sowie eine cremige Mornay-Sauce auf zwei Scheiben Toastbrot – und das alles überbacken mit einem kräftigen Pecorino-Käse: Die Zutaten für das Hot Brown sind einfach. Doch das Sandwich aus Louisville in Kentucky, das vor 100 Jahren erfunden wurde, ist legendär. Das liegt auch daran, wie es einst entstand.

Im Herbst 1926 wurde es im The Brown Hotel, erstmals serviert. Das 1923 erbaute Hotel, das sich noch heute im Theaterviertel der Südstaatenmetropole befindet, war damals ein beliebtes Ziel von all jenen, die gern die Nacht zum Tag machten. Während der goldenen Zwanzigerjahre, der Roaring Twenties, lockte es vor allem an den Wochenenden all die Menschen an, die in schicken Perlenkleidern und Smokings im Crystal Ballroom bis in die frühen Morgenstunden gern den Charleston tanzten. Denn im Brown Hotel soll trotz Prohibition auch Alkohol im Überfluss geflossen sein. 

DIE ENTSTEHUNG EINES KLASSIKERS

Am Ende einer dieser Nächte zog es die Feiernden auf der Suche nach etwas Essbarem in die Hotelküche. Aus den Resten, die noch vom Abend zu finden waren, kreierte Chefkoch Fred K. Schmidt ihnen ihr Katerfrühstück. Das kam gut an. Und die Neuigkeit vom „neuen heißen Sandwich des Brown Hotels“ („the Brown Hotel’s new hot sandwich“) verbreitete sich bald in der ganzen Stadt. Ebenso schnell entstand der Name Hot Brown. Und das Sandwich wurde zu einem absoluten Kultgericht, das heute ebenso zur Kultur von Louisville gehört wie Bourbon und das Kentucky Derby. 

Selbstverständlich steht das Hot Brown noch heute auf der Karte des Brown Hotels – und wird auf die gleiche Art zubereitet wie damals. Fans des Hot Brown finden das Originalrezept auf der Website des Hotels und in dessen historischem Lobby-Bar-Restaurant.  

VOM ORIGINAL ZUR NEUINTERPRETATION

Viele lokale Köche interpretieren inzwischen den Klassiker mit köstlichen Variationen neu. Von Hot Brown Pizza (erhältlich bei Lou Lou Food + Drink) bis Veggie Brown (erhältlich bei The Goose Eatery & Hangout) – kreative Variationen finden sich auf vielen Speisekarten. Zum fünften Mal widmet die Stadt ihrer Spezialität in diesem Jahr im Oktober ganz offiziell die Hot Brown Week. Dann locken viele Restaurants mit besonderen Hot-Brown-Specials. 

Das Hot Brown ist längst nicht die einzige Spezialität, die es bei einem Besuch der Metropole am Ohio River zu probieren lohnt. Die Stadt ist ein Schmelztiegel traditioneller Südstaatenküche, die Gastfreundschaft und Geschmack gleichermaßen zelebriert. 

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GESCHMACK MIT EINTOPF, HUHN UND AUSTERN

Was könnte besser dafürstehen als der Burgoo? Das ist ein traditionsreicher Eintopf, der ursprünglich bei Zusammenkünften von vielen Menschen in riesigen Kesseln über offenem Feuer gekocht wurde. Er besteht aus verschiedenen Fleischsorten (Rind, Schwein, Huhn oder Lamm) mit Gemüse wie Mais, Bohnen, Okra, Kartoffeln und Tomaten und wird deftig mit Salz und Pfeffer, Lorbeerblättern, Paprika, Worcestershire-Sauce sowie etwas Essig und Zitronensaft gewürzt. Wegen seiner langen Garzeit hat er eine fast chiliartige Konsistenz. Chili und Cayennepfeffer kommen aber eher sparsam zum Einsatz. Der Mark’s Feed Store in Louisville ist eine gute Adresse, um den Burgoo zu probieren. 

Natürlich ist auch das berühmte Kentucky Fried Chicken, also Hähnchenteile, die in Buttermilch mariniert, dann paniert und goldbraun frittiert werden, ein Klassiker, der in vielen Variationen auf den Speisekarten der Stadt zu finden ist (besonders gut bei Lucretia’s Kitchen). Wer will, erweist in der Stadt auch dem König des Fried Chicken die Ehre: Auf dem Cave Hill Cemetery hat der Gründer von KFC, Colonel Harlan Sanders, seine letzte Ruhe gefunden. 

In Louisville gibt es aber noch eine weitere frittierte Spezialität: die Rolled Oyster. Dabei handelt es sich um drei rohe Austern, die in einen Bierteig getaucht werden, anschließend in Crackerbrösel gerollt und dann ausgebacken werden. Die gerollten Austern wurden Ende des 19. Jahrhunderts von dem italienischen Einwanderer Phillip Mazzoni und seinen Brüdern als kostenlose Beilage zu Bier oder Whiskey in ihrem Saloon angeboten. Heute servieren sie zum Beispiel das Restaurant The Hungry Pelican oder Check’s Café

SÜSSE VERFÜHRUNGEN: DERBY PIE UND MODJESKAS

Und wenn es lieber etwas Süßes sein darf? Dann sollten Stadtbesucher den Derby-Pie  kosten. Der offizielle Pie des berühmten Kentucky Derbys ist eine reichhaltige Schokoladen-Walnuss-Torte mit knusprigem Teigboden und saftigem, süßem Kern, oft mit leicht karamellisiertem Geschmack. Er wurde in den 1950er-Jahren bei Kern’s Kitchen erfunden, die ihn heute bereits in vierter Generation backen.  

Es lohnt sich aber auch, die Modjeskas zu probieren – etwa von Muth’s Candies. Diese Süßigkeit aus Marshmallow und Karamell wurde in den 1880er-Jahren von einem lokalen Süßwarenhersteller zu Ehren seiner Angebeteten, der polnischen Schauspielerin Helena Modjeska, die zu Besuch in der Stadt war, benannt. Erfunden wurden sie natürlich in Louisville. 

Shots of whiskey on bar counter
Small waterfall with long exposure in Cherokee Park, Louisville, Kentucky

ÜBER KENTUCKY

Kentucky ist ein Bundesstaat im Osten der Vereinigten Staaten, bekannt für seine Pferderennen, Bourbon-Whiskey, Bluegrass-Musik und die wunderschöne Landschaft der Appalachen. Die Hauptstadt ist Frankfort, während die größte Stadt Louisville ist. 

Kentucky ist für seine sanften Hügel, Flüsse und Wälder bekannt. Aktivitäten wie Angeln, Wandern, und Reiten sind hier sehr beliebt. Der Cumberland Falls State Park bietet die Möglichkeit, einen seltenen „Mondbogen“ (Mondregenbogen) zu sehen.

Kentucky ist bekannt für die Erfindung von „Kentucky Fried Chicken“ (KFC), das von Colonel Harland Sanders populär gemacht wurde.

Mehr Infos unter Kentuckytourism

Louisville, Kentucky, USA skyline on the Ohio River

ÜBER LOUISVILLE

Louisville befindet sich direkt an der Grenze zum Staat Indiana. Bekannt ist die Region als Heimat des Kentucky Derby-Pferderennens sowie unter dem Namen „Bourbon City“, da weltweit bekannte Bourbon-Sorten vor Ort gebrannt werden. Das Portfolio an Kunst und Kultur in Louisville ist vielseitig und bietet für jeden Geschmack etwas. So befindet sich in der Stadt auch das größte Stadtviertel mit restaurierten viktorianischen Häusern der USA und sogar das drittgrößte der Welt. Louisville ist zudem die Heimat der weltbekannten Boxlegende Muhammad Ali. Louisville Tourism ist die Tourismusmarketingorganisation der Region. Weitere Informationen unter www.gotolouisville.com.

ÜBER DIE VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA

Amerika ist seit Jahrzehnten ein heiß begehrter Touristenmagnet. Neben den 50 Bundesstaaten und dem District of Columbia umfasst Amerika zudem Puerto Rico, die Amerikanischen Jungferninseln, Amerikanisch-Samoa sowie die Nördlichen Marianen und Guam. Das drittgrößte Land der Erde besticht durch seine abwechslungsreichen Landschaften und Nationalparks, quirligen Großstädten wie New York, Miami oder Los Angeles und seine kilometerlangen Sandstrände. Die Gastronomie-Szene ist so vielfältig wie das Land selbst – vom Cheese Steak in Philadelphia, BBQ in den Südstaaten bis zur Deep Dish Pizza in Chicago finden Besucher hier alles, was das Herz begehrt. Nicht nur kulinarisch sorgt Amerika für Aufsehen – hier wurden so viele Musikgenres hervorgebracht wie in fast keinem anderen Land. Vom Echo der Bluesgitarre in Chicago, den Hip Hop Bässen in den Straßen der Bronx in New York bis zum Klang von Soul und Rock’n’Roll in der Beale Street in Memphis – der Soundtrack Amerikas zeigt die Vielfalt der Nation und ihr Kaleidoskop der Kulturen.

VISIT THE USA

Visit The USA inspiriert Reisende dazu, die Lebendigkeit, die Kultur und das riesige Erlebnisangebot des Landes kennenzulernen. Als verlängerter Arm von Brand USA nimmt Visit The USA über spannende Geschichten und Programme Endverbraucher mit auf eine faszinierende Reise durch die Weiten der Vereinigten Staaten. Visit The USA präsentiert Attraktionen, Roadtrips und Themen, die von Musik und Kunst bis hin zu Kulinarik und Abenteuer reichen – um die unendlichen Möglichkeiten zu erleben, wie sie sonst nirgendwo auf der Welt zu finden sind.

VisitTheUSA.com ist Eigentum der Corporation for Travel Promotion und wird von dieser betrieben, nun tätig unter der Firmierung Brand USA. Die öffentlich-private Marketingorganisation wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, Reisende dazu anzuregen und zu inspirieren, die grenzenlosen Möglichkeiten der USA zu entdecken. 

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American flag background. USA flag waving, closeup

BRAND USA

Brand USA, die Marketing-Organisation für die Vereinigten Staaten, wurde durch den Travel Promotion Act als erste öffentlich-private Partnerschaft des Landes gegründet, um die USA als erstklassiges Reiseziel zu bewerben und Reisenden weltweit die Reiserichtlinien und -verfahren der USA zu vermitteln. 

Die Mission der Organisation besteht darin, die internationalen Besucherzahlen in den Vereinigten Staaten zu steigern, um die US-Wirtschaft anzukurbeln und das Image weltweit zu verbessern. Das 2010 als Corporation for Travel Promotion gegründete öffentlich-private Unternehmen nahm im Mai 2011 seine Geschäftstätigkeit auf und firmiert unter dem Namen Brand USA. Laut Studien von Oxford Economics haben die Marketinginitiativen von Brand USA in den letzten zehn Jahren dazu beigetragen, acht Millionen zusätzliche Besucher in den Vereinigten Staaten willkommen zu heißen, was der US-Wirtschaft mit einer wirtschaftlichen Gesamtwirkung von mehr als 58 Milliarden US-Dollar zugute kam und durchschnittlich mehr als 37.000 Besucher unterstützte zusätzliche Arbeitsplätze pro Jahr.

The Brand USA

USA Guide

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein Reiseziel der Superlative. Mega Metropolen wie New York, Los Angeles oder Chicago wechseln mit mehr als 63 riesigen Nationalparks – eine der besten Ideen der USA. Die Big Five der Filmstudios und alle fünf Tech-Giganten kommen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Im 20. Jahrhundert hat Amerika die westliche Kultur, Musik und Pop Art maßgeblich geprägt und wurde zur Wiege des Entertainments. Hier is alles „Big“! Nicht nur Kühlschränke und Straßenkreuzer. Wenn man auf dem Interstate fährt und das Navi „Bleiben sie die nächsten 3400 Kilometer auf dieser Straße“ anzeigt, weiß man, dass man in den USA ist. Die Weite des Kontinents, der größer als Europa ist, erlebt man am besten bei Road Trips und Zugfahrten.