Trump Slump: Reisen in die USA
Die Politik des amerikanischen Präsidenten ist Kassengift für die US-Touristboards. Und das bei diesen wichtigen Jubiläen: 250 Jahre Independence Day, Fußball-WM 2026, 100 Jahre Route 66. Statt des erwarteten Booms werden weniger Touristen erwartet. Einen Fachbegriff dazu gibt es auch schon. „Trump Slump“ wird der beachtliche Nachfrageeinbruch genannt. Vier Millionen weniger kanadische Touristen reisten 2025 ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten Auch die Zahl der Einreisen aus Deutschland in die USA sank laut Statistik des US National Travel and Tourism Office (NTTO) um mehr als 20 Prozent zum Vorjahr. Viele Reiseveranstalter sehen allerdings optimistisch in die Zukunft, weil die günstigen Flugpreise und der schwache Dollarkurs viele Gäste ins Land locken können.
EINREISE-VERUNSICHERUNG AUCH DURCH FALSCHE BERICHTERSTATTUNG
Es herrscht auch eine große Verunsicherung zum Thema Einreise, die zum großen Teil auch durch falsche Berichterstattung befeuert wurde. Einige Medienberichte stellten die Fälle vereinfacht dar, etwa als seien die Betroffenen willkürlich oder nur wegen ihrer deutschen Staatsangehörigkeit festgenommen worden, während offizielle Berichte zeigen, dass die US‑Behörden ihre Entscheidungen auf rechtliche Grundlagen stützten, unter anderem auf den Verdacht eines illegalen Grenzübertritts über Tijuana zur Umgehung oder Verlängerung der zulässigen Aufenthaltszeit in den USA oder auf Unstimmigkeiten bei den Einreiseangaben.
REISEN GÜNSTIG WIE NIE: BERLIN-NEW YORK FÜR 350 EURO
Einige Urlauber, die erstmals in die USA reisen wollten, sind vorsichtig, während erfahrene US-Reisende sich weniger von politischen Entwicklungen abschrecken lassen und stattdessen die günstigen Preise für ihre Reisen nutzen: Berlin-New York für 350 Euro, Berlin-LA für 550 Euro. Im Vorjahr waren die Preise doppelt so hoch.
FASZINATION USA: DOPPELT SO GROSS WIE EUROPA UND FANTASTISCHE NATUR
Was macht die Faszination Amerika aus? „America is big!“, „Die Weite“ und ja: Europa passt zweimal in die USA. Texas alleine ist doppelt so groß wie Deutschland. Und dann gibt es 63 Nationalparks, die teilweise größer sind als deutsche Bundesländer – perfekt für Leute, die Natur lieben. Wir sind ja quasi unser ganzes Leben lang vom US-Lifestyle begleitet worden. Durch Filme sind wir mit New York, LA, San Francisco und Miami Beach besser vertraut, als mit deutschen und europäischen Städten.
EINDRUCKSVOLLE STÄDTE: NEW YORK, LOS ANGELES, CHICAGO
Und wer Lust auf Stadtleben hat, wird auch nicht enttäuscht: New York – die eindrucksvollste Stadt der Welt, mit Broadway, Central Park und einer Skyline, die jeden Filmfan begeistert. Danach folgen Los Angeles mit Film, Glamour und großer Kreativszene, Chicago mit beeindruckender Architektur und Musik, New Orleans voller Jazz, sowie legendäre Metropolen wie San Francisco, Denver, Boston, Nashville oder Miami Beach, die zu Sightseeing, kulinarischen Entdeckungen und Livemusik einladen.
Zwischen diesen Hotspots verstecken sich charmante Kleinstädte, die das echte Amerika zeigen: bunte Häuser in Savannah, gemütliche Cafés in Asheville, Elvis-Flair in Memphis, historische Straßen in Santa Fe oder kleine Küstenorte in Maine. Roadtrip-Fans, Eisenbahn-Freaks und Set-Jetter finden in den USA das weltweit beste Foto-Revier.
EINREISE IST NICHT KOMPLIZIERTER GEWORDEN
Wer Lust hat, kann vom Trubel der Großstadt direkt in die Ruhe der Natur springen – malerische Seen, Nationalparks oder verschlafene Bergdörfer warten hinter der nächsten Kurve. Morgens durch die Rocky Mountains wandern, mittags durch Manhattan schlendern, abends den Sonnenuntergang in Miami genießen – und das alles ohne die drängelnden Touristenschlangen, wenn man clever plant. Ja, die Einreise kann nerven: ESTA-Formulare checken, Visum in Ordnung? Ansonsten hat sich die Einreise für Europäer eher erleichtert als erschwert, wie ich das von Freunden und Kollegen höre, die wie wir häufig in die USA reisen.
RIESIG, VIELFÄLTIG UND WAHNSINNIG SCHÖN
Die USA sind riesig, vielfältig, laut, überdreht, bunt, ruhig, witzig, überraschend – und ja, manchmal ein bisschen kompliziert. Menschenmassen in Monster-Metropolen und absolute Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Und genau das macht den Reiz aus. Wer vorbereitet ist, erlebt Geschichten, die man später selten im Reiseführer liest: US-Amerikaner, die immer für einen Smalltalk zu haben sind, auch wenn man sich gerade erst über den Weg gelaufen ist. An der Tankstelle, im Café oder auf dem Bürgersteig – ein Lächeln, ein kurzes „Hi, where do you come from?“ und schon hat man das Gefühl, willkommen zu sein. Wer gerne plaudert, Geschichten hört oder einfach mal einen Tipp für ein gutes Restaurant oder einen Liveclub in der Stadt braucht, wird schnell fündig. Wer öfter über den großen Teich reist, erkennt den schroffen und unfreundlichen europäischen Umgangston und merkt das der freundliche Umgang, das das Reisen leichter und schöner macht.
STÄDTE. DIE WIE FILMKULISSEN WIRKEN
Die endlosen Straßen, die Städte, die einem wie Filmkulissen vorkommen, und die Natur, die einfach alles übertrifft. Also: Papiere checken, Lächeln üben, Koffer packen – und los! Die USA warten, doppelt so groß wie man denkt, und unvergesslich.






